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Online Gottesdienste in der Corona Zeit

Es ist toll, dass wir in unserer Gemeinde auch in der Zeit, in der wir keine "Präsenzgottesdienste" feiern konnten, Gottesdienste gefilmt haben, um sie ins Internet zu stellen.Aus Sicht einer Kirchenmusikerin hier einige Gedanken dazu.
Online Gottesdienste, wie spannend, dachte ich zuerst.
Aber dann, oh je, da sind "Verspieler" ja noch viel schlimmer, weil man sie theoretisch immer wieder hören kann.
Wie wird es sein, so ganz ohne Gemeinde?
Aus technischen Gründen können wir keinen Stream machen, sondern zeichnen vorher auf.
Die Kirche ist leer, keiner unterhält sich vor oder während des Gottesdienstes. Es ist sehr ruhig, es hallt viel mehr, die Akustik ist ganz anders.
Unten sitzt nur Robin Wetzels, er filmt, manchmal auch seine Mutter, unsere Küsterin, und vorne sitzt oder steht Frau Brandner. Oben an der Orgel sitze ich, wie meistens alleine, aber irgendwie ist es sehr leer.
Der Gottesdienstablauf ist gekürzt, wir tun so, als wäre die Gemeinde da, nur bei ganz schlimmen Patzern wird geschnitten.
Es ist eine sehr intensive, konzentrierte Atmosphäre.
Wir "singen" auch Lieder. Ich probiere unterschiedliche Möglichkeiten aus, meistens singe ich die erste Strophe vor und spiele die anderen auf der Orgel, Frau Brandner singt mit. Oft spreche ich auch für die Gemeinde beim liturgischen Gruß oder beim Psalm.
Wir zeichnen spästens Freitag auf, d.h., wir sind in der Planung immer etwas voraus.
Am Mittwoch in der Karwoche haben wir morgens um 6.00 Uhr den Osterfrühgottesdienst aufgezeichnet. Ich habe die Osterkerze hineingetragen und das Exultet gesungen und hatte danach große Mühe, wieder in der Karwoche anzukommen.
Beim Kindergottesdienst ist Sabine Müller oft dabei. Es bleibt seltsam leise ohne Kinderstimmen beim Singen und Sprechen.
Immer besser kann ich mir vorstellen, dass jemand zuhört.
Ich freue mich sehr darauf, endlich wieder Menschen in der Kirche zu Gottesdiensten, Chorproben und allem anderen zu sehen. Diese andere Art des Gottesdienstes ist auch eine interessante Erfahrung und hat mich über Einiges Nachdenken lassen.
Sonntagmorgens habe ich übrigens auch immer ein Online Gottesdienst geguckt, ich wollte ja wissen, wie es die anderen machen.